26.02.2026

Wofür lebst du wirklich?

Von Sabine Derron

Wofür lebst du wirklich?
Manchmal halte ich inne.
Nicht, weil alles still ist, sondern gerade weil so viel los ist.
Wir leben ungefähr 80 Jahre hier auf dieser Erde.
80 Jahre voller Möglichkeiten, Begegnungen, Entscheidungen.
Und doch frage ich mich immer wieder:
Wie viel von dieser kostbaren Zeit verbrauchen wir für Dinge, die unseren eigentlichen Auftrag nicht zur Entfaltung bringen?
Wie viel Energie fließt in Arbeit, in Verpflichtungen, in Umstände, die uns beschäftigen aber nicht erfüllen?
In solchen Momenten stelle ich mir eine ehrliche Frage:
Was ist wirklich entscheidend?
Nicht nur für heute.
Nicht nur für diesen Lebensabschnitt.
Sondern mit Blick auf die Ewigkeit.
Was wird im Himmel wichtig sein?
Und was hat mich, vielleicht ganz leise, ganz schleichend von meinem gottgegebenen Auftrag weggebracht?
In Psalm 139,16 heisst es:
„Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als keiner von ihnen da war.“
Dieser Gedanke berührt mich tief.
Gott hat unsere Tage gesehen, noch bevor wir einen einzigen davon gelebt haben.
Kein Zufall. Kein Versehen. Kein austauschbares Leben.
Uns allen wurde eine Berufung gegeben:
Gott zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst.
Das ist unsere allgegenwärtige, 1. Berufung. Sie gilt immer. Überall.
Doch darüber hinaus glaube ich, dass Jesus dich von Kindesbeinen an gestaltet hat mit Absicht, mit Liebe und mit einem Auftrag, den nur du bekommen hast.
Kennst du deinen Auftrag?
Hat Gott dich beauftragt, Menschen zu trösten gerade dort, wo Worte fehlen?
Bist du jemand, der andere ermutigt, ihnen Hoffnung zuspricht, wenn sie selbst keine mehr sehen?
Möchte Gott durch dich Menschen mit Weisheit berühren, weil du Zusammenhänge erkennst, wo andere nur Chaos sehen?
Vielleicht hat er dir eine musikalische Gabe geschenkt, damit du durch Anbetung den Himmel für andere aufschliesst.
Oder du bist jemand wie Deborah in der Bibel: eine Frau der Klarheit und des Rates, die Menschen hilft, gute und weise Entscheidungen zu treffen.
So viele Aufträge liegen brach.
Nicht, weil Gott sie zurückgezogen hätte.
Sondern weil wir uns im Leben verlieren.
Weil wir uns in Umständen verstricken, die zwar laut sind, aber nicht wirklich entscheidend.
Weil wir unsere Zeit Dingen schenken, die am Ende keine Frucht tragen.
Darum diese ehrliche Einladung zum Nachdenken:
Kennst du deinen Auftrag?
Und wofür setzt du dein Leben ein?
Vielleicht ist heute ein guter Moment, neu zu fokussieren.
Nicht aus Druck.
Sondern aus Liebe zu dem Leben, das dir anvertraut wurde.